... Mehr Räubertöchter!

"Die Welt braucht mehr Räubertöchter und weniger Prinzessinnen!"


Diesen Spruch habe ich vor Kurzem bei der lieben Meike gelesen und musste schmunzeln. Wie recht sie doch hat…!

Wir beugen uns viel zu oft und manchmal auch ganz unbewusst den Trends unsere Zeit ohne zu merken wie wir uns verbiegen. Wir wollen hübscher, dünner, größer sein, quasi perfekt und werden so doch nie ans Ziel kommen (mal ganz ehrlich, ich werde die 1,70m nie erreichen!! :D). 

Wenn man sich umschaut, kommt es im Leben auf andere Dinge an, die auch viel mehr Spaß machen, als sich an unerreichbare und unwichtige Dinge zu klammern. Ich sitze im Bett und der Regen prasselt an die Fensterscheibe. Mein erster Gedanke: Raus! Gummistiefel an und raus. Und warum auch nicht? Man sollte viel öfter einfach das tun, was einem in den Sinn kommt. Ich habe das große Glück in meinem Beruf das Kind ausleben zu können, quasi täglich die Räubertochter die in mir ist zu  sein. 

Das schöne Gefühl, in eine Pfütze zu springen. Zu hören, wie der Regen auf die Kapuze meiner Jacke trommelt. Und dieses Lächeln das sich auf deinem Gesicht ausbreitet.

Mit Fingerfarbe zu malen und dabei die dicke Farbe zwischen deinen Fingern hervorquellen zu lassen. So schön glitschig.

Und wann habt ihr eigentlich das letzte Mal eure Füße in kaltem Sand vergraben und langsam Zeh für Zeh nach oben geholt, so dass sie wie Regenwürmer aus der Erde schauten?!

Das alles hat nichts mit Prinzessin zu tun, aber mit Spaß haben und mehr als „nur“ schick aussehen. Meine Eltern haben einen alten Hof, mit schottischen Hochlandrindern, Hühnern, Trecker und VIEL Platz. Als Kind konnte ich hier mit meinem Bruder und den Nachbarskindern viele tolle Abenteuer erleben. Dieses zu Hause ist für mich ein toller Rückzugsort und wer nicht zur Ruhe kommt, sollte sich mal 10 Minuten in einen Hühnerauslauf setzten und den Tieren einfach zuschauen, ist fast wie Meditation :P 

Räubertöchter sind Freundinnen zum Pferde stehlen, zum mit dem Rad bei Regen durch die Nacht zu fahren und zu singen als wäre es der schönste Maimorgen, zum in der Wiese sitzen und Blumen und Käfer sammeln, zum mit Gummistiefeln durch Matschwiesen laufen. 

Ich habe diese Räubertochter-Freundin zum Glück schon seit ich ganz klein bin und möchte sie nie missen müssen. In uns allen steckt eine kleine Prinzessin und das ist auch gut so, aber tut euch einen Gefallen und bleibt immer einer kleine Räubertochter!

Sei nicht perfekt, sei du, sei wunderbar!

Jetzt aber mal los...



Ahhhh…. T-3 Wochen!!!


In drei Wochen (26.September) ist es wieder soweit, ich habe mich erneut für den Böckstiegellauf angemeldet. Das heißt für mich nun aber auch, endlich mal ran an den Speck, denn ich befinde mich seit einiger Zeit in einem kleinen Motivationsloch…Dazu kommt, dass mich diese fiese Erkältung ganz schön zurück geworfen hat und ich in den letzten 10 Tagen GAR NICHTS machen konnte!

Da es jetzt aber einfach mal sein muss, habe ich mir einen Plan zum Abhaken gemacht. Ich würde mich ungern verschlechtern zum Ergebnis vom letzten Jahr, was allerdings bedeutet, dass ich die 10km in unter einer Stunde laufen muss und das bei weitem im Moment im Training nicht schaffe. Also muss da noch was kommen… Auf los geht’s los :-)

to do:
2 x 10 km
3 x 8 km
4 x 5 km 
3 x 3 km



Der klare Vorteil in diesem Jahr ist, das meine liebe Anne mitläuft und ich somit jemanden habe, der mich motiviert zu trainieren, denn hat man sich zum gemeinsamen Laufen verabredet, fällt das seltener aus, als wenn man sich alleine auf den Weg machen muss.





Come... and travel with me!




Ich liebe das Reisen. Ich liebe neue Kulturen kennen zu lernen und Länder zu entdecken. Dieses Gefühl sich auf den Weg zu machen ist einfach unbeschreiblich. Es ist eine Mischung aus Vorfreude auf das Neue, Aufregung wegen der vielen Abenteuer und vielleicht auch eine kleine Prise Furcht aufgrund des Ungewissen und ob auch wirklich alles so klappt wie ich mir das vorstelle. Diese Mischung der Gefühle kann meiner Meinung nach süchtig machen. Es ist berauschend, wenn du endlich dein Ziel erreicht hast, auf der Spitze eines Berges stehst, deine Füße endlich in den Ozean stellen kannst oder durch verzaubernde Wälder streifst. Jeder hat etwas anderes, das ihn glücklich macht und auch ein anderes Verständnis davon was Glück eigentlich heißt. Bei mir ist es oft tagesabhängig und kann manchmal nur eine Kleinigkeit sein. Gemütlich mit meinem Freund auf der Couch lümmeln, einen heißen Tee trinken und ein gutes Buch lesen macht mich manchmal schon zu der glücklichsten Frau der Welt. Ein großes Glück für mich ist aber einfach, dass ich frei bin zu reisen wohin ich möchte. „Du kommst aber viel rum, du musst ja gut verdienen!“, muss ich mir des Öfteren anhören und es hat einen kleinen Beigeschmack der vielleicht manchmal gar nicht so gemeint ist. Ich bin ein sehr sensibler Mensch und denke dann manchmal „Muss ich mich jetzt rechtfertigen?“… Ich gehe nicht viel feiern, versuche alles zu sparen was geht, kaufe viel second Hand. Aber ich denke immer wo ein Wille, da ein Weg! Meine Priorität ist im Moment das Reisen und ich habe nun mal den Wunsch so viel wie möglich von dieser wunderbaren, verrückten Welt zu sehen. Dafür verzichte ich auf einiges, kann mich aber beim besten Willen nicht beschweren irgendetwas dafür zu verpassen. Ich habe mir einiges für die nächsten 18 Monate vorgenommen: Amsterdam, Bordeaux, Australien und ein Roadtrip durch Skandinavien. Manche halten mich deswegen für verrückt (meine Familie manchmal auch :P), aber das ist mein Traum und wenn ich ihn nicht Lebe wer dann??  Also überlegt euch was euch wirklich wichtig ist und tut es einfach! Ich hoffe ihr begleitet mich weiter auf meinem Weg und in die weit entfernten und manchmal sehr nahen Ziele… 

Die Welt ist wunderbar, schau sie dir an :-)





Milchreiskuchen (-Auflauf)



Es ist schon einige Tage her, dass ich dieses Rezept ausprobiert habe. Ich war nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, weshalb ich etwas überlegen musste ob ich es hier mit euch teile. Nun habe ich mich aber doch dafür entschieden, da es einfach super lecker geschmeckt hat und einfach nur im Aussehen etwas durchgefallen ist. 


My Passion - The Ocean



Seit drei Wochen sind wir nun schon wieder in Deutschland und wenn ich mir die Bilder anschaue, kann ich manchmal immer noch nicht glauben wie viele tolle Sachen wir erlebt haben und welch tolle Orte wir gesehen haben. Heute kommt der Teil der Reise, der mir wohl am meisten am Herzen liegt, der Weg von San Fransisco zurück nach Los Angeles über den Highway 1 direkt an der Küste Kaliforniens. 

Als ich für den Beitrag die Fotos aussortiert habe, hätte ich jedes nehmen können, denn die Landschaft ist einfach atemberaubend schön. Das Meer hat auf mich eine unglaublich beruhigende Wirkung und da war dann auch richtig (!) Urlaub angesagt. Wir haben viel Meer und Strand gesehen, gut gegessen und viel entspannt. Einfach ein Traum! Aber nun schaut selbst… 


17 Mile Drive – in der Nähe von Pacific Grove, Kalifornien  



Time for San Fransisco



Am Abend meines Geburtstages, nach dem tollen Tag im Sequoia National Park, sind wir dann zurück an die Küste gefahren ins weltberühmte San Fransisco. Ja… San Fransisco. Mit dem Besuch dort verbinde ich gemischte Gefühle, denn der erste Abend war leider alles Andere als gelungen!! 

Es kamen einiges zusammen… Zum Ersten hatten wir einen Temperatursturz von 15 Grad innerhalb, denn es waren plötzlich nur noch 17°C. Dazu hat uns zum ersten Mal nach einer Woche die Sonne verlassen und es hingen dicke Wolken über der Küstenstadt. Und dann kam der Supergau, meine Kreditkarte funktionierte nicht mehr, zack, gesperrt (übrigens den Rest des Urlaubs und ich hatte noch vier Hotels zu bezahlen)! Am Bankautomaten konnte ich nur 200$ pro Tag abheben, also grade mal für eine Nacht im Motel bezahlen. Es war schon dunkel, wir hatten nichts zu essen und das Motel war auch nicht so der Knaller. HUNGER, PIPI, KALT… alles doof! Wir sind im Dunkeln über die Hauptstraße getingelt auf der Suche nach einem Restaurant, in dem wir uns Essen leisten können und überall lagen die Obdachlosen vor den 5-Sterne-Restaurants, Autos waren aufgebrochen und Schaufenster eingeschlagen. Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist gerade in dieser extrem teuren Stadt  sehr deutlich zu sehen und das Mitleid mit den Menschen die dort auf der Straße leben müssen, unglaublich groß. Wir waren also froh heile wieder im Motel anzukommen, nachdem wir um 22Uhr dann doch noch ein Restaurant gefunden hatten, das uns für 10$ einen Burger verkauft hat. 

Nach einer unruhigen Nacht und einem Besuch bei der Bank of America (bei der ich zum Glück ein höheres Tagesbudget hatte) sah die Welt schon etwas rosiger aus und nach dem besten Bagel den ich je zum Frühstück hatte haben wir uns mal auf den Weg in die andere Richtung gemacht, zum Presidio an der Golden Gate Bridge.


Puddingkuchen mit Johannesbeeren



Heute gibt es hier mal wieder ein neues Rezept  auf M y Living Spree, als Zwischenmahlzeit für die ganzen Urlaubsfotos. Ich war heute bei meiner Verwandtschaft in der Nähe von Kassel, denn Ende Juli, Anfang August häufen sich bei uns die Geburtstage und so hatten wir gleich drei davon nachzufeiern. Daher habe ich endlich mal wieder meine Kitchen Aid angeschmissen und diesen leckeren Kuchen nachgebacken. Das Rezept habe ich von der Mutter einer Freundin, die den Kuchen allerdings mit Stachelbeeren gebacken hat… auch SUPER lecker. 

Es gibt für mich zwei sichere Wege einen mega guten Kuchen zu machen: entweder es kommt das Wort KÄSE in seinem Namen vor oder es kommen Streusel oben drauf. Den weltbesten Käsekuchen gibt es ein anderes Mal, heute gibt es Streusel :-)